Gartenstadtsiedlung „Am Schmalen Rain“

(erbaut 1927 bis 1929)

Siedlungsbild aus dem Jahre 1929
Am Schmalen Rain

Auch die Gartenstadtsiedlung „Am Schmalen Rain“ ist ein Spiegelbild des Bauens und Wohnens ihrer Entstehungszeit. Sowohl genossenschaftliches Wohnen, als auch die Gartenstadtidee entsprachen dem Zeitgeist zur Mitte der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts.  Doch erst mit öffentlichen Mitteln (Winternotstandsprogramm und Gelder für die Beschäftigungsförderung) war es der Genossenschaft möglich, diesen Überlegungen ein konkretes Gesicht zu geben. Die Gothaer Architekten Bruno Tamme und Richard Neuland sowie Regierungsbaumeister Pfitzmann beplanten 1926/27 das ca. 7,2 ha große Genossenschaftsgrundstück westlich der Ratsrinne und südlich der Eisenbahnlinie Gotha – Eisenach.

(Ihren Namen hat die Siedlung nach der ursprünglichen Flurbezeichnung „Schmaler Rain“.)

Dabei gelang es ihnen, bei Beibehaltung eigener stilistischer Mittel ein ganzheitliches Ensemble zu schaffen, dass noch heute als Musterbeispiel für eine gelungene Umsetzung der Gartenstadtidee gilt. Die ursprüngliche Planung ging von 161 Wohnungen, drei Geschäften, einer Gaststätte und der Genossenschaftsverwaltung aus. Charakterprägend war es, dass viele Wohnungen über unmittelbar an die Häuser grenzende Nutzgärten verfügen. Hauptsächlich sollten diese der Selbstversorgung der Bewohner dienen.
Die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot führten dazu, dass sich bereits in der Bauphase durch Neuaufteilungen und weitere konzeptionelle Änderungen die Anzahl der Wohnungen auf 201 WE erhöhte.

Insbesondere durch die Nutzungsänderung der Einfamilienreihenhäuser, diese wurden durch zwei Familien genutzt, erhöhte sich die Gesamtkapazität der Siedlung bis 1935 auf 269 Wohnungen. Heute stehen wir deshalb vor der Aufgabe, die ursprünglich geplanten Einfamilienreihenhäuser, mit erheblichem Aufwand zurückzubauen und ihnen eine zeitgemäße Ausstattung zu geben.
Wirtschaftliche Zwänge waren es auch, die verhindert haben, dass die ebenfalls geplante Bebauung des Genossenschaftsgrundstücks links der Friedrich-Ebert-Str. nicht durchgeführt werden konnte. Auf diesem „Bauerwartungsland“ befinden sich heute Pachtgärten der Genossenschaft, die ebenfalls von zahlreichen Bewohnern der Siedlung „Am Schmalen Rain“ genutzt werden.

Die Gartenstadtsiedlung „Am Schmalen Rain“ war und ist ein beliebter Wohnungsstandort für die Gothaer. Dies umso mehr, als nach 1995, die Siedlung wurde in das Thüringer Denkmalbuch aufgenommen und durch die Stadt Gotha zum Sanierungsgebiet erklärt, mit Fördermitteln die Sanierung der Sied-lung begann. Für die Sanierung erhielt die Genossenschaft 2001 den Thüringer Denkmalschutzpreis.

Bis heute wird der begonnene Weg der Wiederherstellung der Gartenstadtsiedlung „Am Schmalen Rain“ in ihrer ursprünglichen Gliederung und Schönheit fortgesetzt. Doch wie bereits bei der Errichtung der Siedlung vor über 80 Jahren, wird dies nur möglich sein, wenn neben den Eigenmitteln der Genossenschaft auch zukünftig öffentlich Mittel zur Städtebauför-derung zur Verfügung stehen.

 
Videos

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Verein
Förderverein Gartenstadtsiedlung „Am schmalen Rain“

Förderverein Gartenstadtsiedlung
„Am Schmalen Rain“

 
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